Geschichte

 

Die Entwicklung der Halbleitertechnik an der RWTH Aachen

Das Jahr 1961 war für die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen ein ereignisreiches Jahr. Zum einen ging in diesem Jahr die Fakultät für Elektrotechnik als eigenständige Fakultät aus der Fakultät für Maschinenwesen und Elektrotechnik hervor. Zum anderen wurde im gleichen Jahr im Zuge des Ausbaues der Fakultät das Institut für Transistortechnik gegründet und Heinz Beneking zum Direktor des Institutes ernannt.

Die Entwicklung der Transistortechnik begann im Jahre 1948 mit der Entdeckung des Transistoreffektes durch Bardeen, Brattain und Shockley. Bereits 8 Jahre später hatte sich Heinz Beneking mit einer Arbeit über "Transistorschaltungen" an der RWTH Aachen habilitiert und die Lehrbefugnis für "Transistortechnik" erhalten. Es war damals wohl schon erkennbar, dass der Transistor als Festkörperbauelement die Vakuumröhre in vielen Bereichen ablösen würde, wenn auch die aufregende Entwicklung der Mikroelektronik mit allen technischen Folgeerscheinungen nicht absehbar war.

So war es nur konsequent, dass sich aus der Lehrbefugnis eine Dozentur, eine außerplanmäßige und schließlich eine ordentliche Professur mit dem zugehörigen Institut entwickelten.

Das so entstandene "Aachener Institut für Transistortechnik" wurde 1964 in "Institut für Halbleitertechnik" umbenannt und war wohl das erste Institut dieser Art in der damaligen Bundesrepublik Deutschland.

Mit diesen Aktivitäten reagierte die RWTH auf eine neue Entwicklung, deren tiefgreifende Auswirkungen auf Kultur und Gesellschaft damals nicht vorhersagbar waren.

Professoren des Instituts für Halbleitertechnik

1961 HEINZ BENEKING

Gründer und erster Direktor, 1989 emeritiert

1971 ERNST FRÖSCHLE

1976 an die GH Siegen berufen

1968 WALDEMAR VON MÜNCH

1969 an die TU Hannover berufen

1970 ERICH KUBALEK

1975 an die GH Duisburg berufen

1971 KLAUS HEIME,

1975 an die GH Duisburg berufen

1972 PIETER BALK

Lehrstuhl II und weiterer Direktor, 1988 an die TU Delft berufen

1979 DIETER BIMBERG

1982 an die TU Berlin berufen

1984 HEINRICH KURZ

1990 als Nachfolger von Pieter Balk berufen auf den Lehrstuhl II

1989 KLAUS HEIME

als Nachfolger von Heinz Beneking berufen auf den Lehrstuhl I

2002 STEFAN HEINEN

als Nachfolger von Klaus Heime berufen auf den Lehrstuhl für Integrierte Analogschaltungen

2011 JOACHIM KNOCH

als Nachfolger von Heinrich Kurz berufen auf den Lehrstuhl für Halbleitertechnik

Zum Erfolg des Institutes in all den Jahren seines Bestehens haben natürlich auch die vielen wissenschaftlichen, technischen und Verwaltungs-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beigetragen.